Robert Pirsigs „Lila“

Die Idee der evolutionären Ordnung  in anorganische → biologische → soziale → geistige  Strukturen finde ich witzig. Diese Ebenen stehen auch in Konflikt zueinander.
Es stellt für mich plausiblere Alternative zu Extremen wie Biologismus auf der einen Seite und esoterischen Anschauungen auf der anderen Seite dar.

Er zeigt auch die Problematik vermeintlicher Objektivität bei der Analyse und Betrachtung Strukturen „höherer“ Ordnung auf.

Kann er, als Wissenschaftler, sagen: „Das Fälschen wissenschaftlicher Daten ist etwas, mit dem sich die Wissenschaft nicht befasst“?
Wenn er auszuweichen versucht und behauptet, das sei eine moralische Frage über die Wissenschaft, die nicht Teil der Wissenschaft sei, ist er schizophren. Er gibt zu, dass es eine reale Welt gibt, welche die Wissenschaft nicht versteht.

„Wie unabhängig ist die Wissenschaft tatsächlich von der Gesellschaft?“ Die Antwort lautet: „Gar nicht.“ Eine Wissenschaft, die soziale Strukturen ausklammert, ist ebenso unwirklich und absurd wie eine Gesellschaft, die biologische Strukturen ausklammert. Sie ist eine Unmöglichkeit.

(Robert Pirsig, Lila, S. 334 ff., S. Fischer Verlag, 1992)

Zum Ende wirft er seine Meta-Physik wieder über den Haufen, aber erzeugt beim Leser mehr fruchtbares als alle Apologeten diverser …-ismen dieser Zeit:

Das beste Modell der Welt ist die Welt selbst 🙂

/UPDATE:
Seite mit zusätzlichen Infos zur Metaphysik der Qualität:
http://www.moq.org/

Advertisements
Explore posts in the same categories: Medien und Soziales

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: