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Unseren täglichen Genderkram gib uns heute

10. Mai 2012

Im Tagesspiegel kann man exemplarisch wieder deutschen Topjournalismus in Sachen Gendergeblubber begutachten.
Da ist alles enthalten, was die Zunft zu bieten hat, ein Popanz, weibliches Opfergehabe / vermeintliche Frauenfeindlichkeit, Kontrafaktizität und schlichten Unsinn.
Auszug:

Der Trend, Ursachen für Geschlechtsunterschiede im Hirn und nicht in der Gesellschaft zu suchen, ist ungebrochen. Doch oft sind diese Studien völlig unwissenschaftlich – dienen aber dazu, Vorurteile gegen Frauen im wissenschaftlichen Gewand zu präsentieren.

Die Ansicht, dass die entsprechenden Verhaltensweisen extern / also durch Rollenzuweisung bedingt sind,
ist ebenso nur eine Theorie, zudem nicht weniger fadenscheinig als ihre „biologistischen“ Entsprechungen.

Und dann noch eine Wertung vorzunehmen, sprich etwas als „Rollenklischee“-typisch zu diffamieren bzw. abzuwerten
spricht auch nicht  gerade von wissenschaftlicher Redlichkeit.

Warum geht man nicht vom naheliegenden aus: dass das Geschlechter-spezifische Verhalten in den Studien so ausfällt,
wie es ausfällt, weil die Teilnehmer es entsprechend so wollen. Ihre Motivation demnach genauso ausgelegt ist.
Wenn jemand seine Fähigkeiten für bestimmte Tätigkeiten einsetzen will und für andere nicht, ist das sein / ihr gutes Recht.
Ob das jetzt mit biologischen Ursachen zusammenhängt oder mit gesellschaftlichen oder mit Mischungen von beiden –
was wahrscheinlicher ist – ist dabei doch nebensächlich. Es ist historisch belegt, dass Frauen,
obwohl sie reichlich Gelegenheit für musikalischer Betätigung hatten, kaum kreative Neuschöpfungen in diesem Feld erreichten.
(für die meisten bürgerlichen Töchter gehörten im 19ten / frühen 20 Jh. Klavierstunden zum guten Ton).
Warum haben hauptsächlich Männer  Entdeckungen und neue Ideen auch gegen die größten gesellschaftlichen Widerstände durchgesetzt,
selbst wenn sie dafür mit dem Leben bezahlt haben und es gerade nicht „en vogue“ war?
Andererseits führt anscheinend auch enormes Engagement in sogenannte „Girlsdays“ nicht dazu, dass in den MINT Bereichen
eine Angleichung erfolgt. Sagen wir doch einfach Männer und Frauen sind (tendenziell) motiviert ihre Fähigkeiten unterschiedlich
auszuleben. Ist das schlecht? Ist der/die eine deswegen „dümmer“ oder „minderwertiger“ als die/der andere, weil er/sie andere
Beweg-Gründe hat?

Vermeintliche Rollen zu kritisieren und die nach ihnen Handelnden als „Opfer“ gesellschaftlicher Normen darzustellen,
hat mehr mit Manipulation und Zwang zu tun, als in diesen „Normen“ heutzutage tatsächlich enthalten ist.
Denn was ist die Alternative? Den Leuten vorzuschreiben, wie sie sich „nicht Rollen-spezifisch“ verhalten sollen oder
„Rollen-spezifisches“ Verhalten abstrafen?
Zumal die „gender“ Verhaltensmaßregeln zum größten Teil Lebens-fremd / feindlich und in sich selbst oft genug widersprüchlich sind.

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